Förderpreis - Rückblick und Reaktionen 2005

"Zeichen setzen" ehrt aktive Bürger

Würzburg Der erste Preis der Aktion "Zeichen setzen" der Mediengruppe Main Post und der Erwachsenenbildung Klaus von Flüe geht an die "Aktion 1,5 Prozent" in Schweinfurt (von links): Michael Koch (Klaus von Flüe), Ferdinand Graf zu Castell-Castell - die Fürstlich Castell'sche Bank hat den Preis gestiftet - die Preisträger Pfarrer Roland Breitenbach, Monika Pretscher und Carola Hau sowie Bayerns Sozialministerin Christa Stewens.

"Zeichen setzen" geht weiter

Bereits im dritten Jahr gibt es die Aktion "Zeichen setzen" - gemeinsam von der Mediengruppe Main-Post und dem Erwachsenenbildungshaus Klaus von Flüe in Münsterschwarzach getragen. Vorbildliches Engagement soll auch 2006 in der Zeitung vorgestellt und ausgezeichnet werden.

Schlagen Sie engagierte Bürger und Gruppen vor:
Tel. (09 31) 60 01-3 82
eMail: zeichensetzen@mainpost.de

Tel. (0 93 24) 91 75-0
eMail: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailzeichensetzen(ät)Klaus-von-Fluee.de

Förderpreis - Presseberichte 2005

01.12.2005
Freude über die tolle Resonanz

Dass Gewinner strahlen und ihre Freude über die Auszeichnung, mit der sie bis zum Schluss nicht gerechnet haben, in Worte fassen können - das kennt man. Dass auch "leer ausgegangene" Teilnehmer sich auf der "Sieger-Seite" fühlen und ausgesprochen positiv über die Entscheidungen der Jury äußern - so geschehen bei der diesjährigen Abschlussveranstaltung der Aktion "Zeichen setzen" -, ist nicht ganz so selbstverständlich. Typisch für diese Reaktionen ist die Aussage von Christiane Matzewitzki (Stadtteilprojekt Lindleinsmühle): "Ich als Juror hätte genauso entschieden. Diese langjährigen Projekte verdienen die Auszeichnung."

"Jede Gruppe wäre geeignet gewesen", meint auch Pfarrer Roland Breitenbach, Galionsfigur der "Aktion 1,5", die den Hauptpreis gewann. Er sei "stolz und glücklich" über die Auszeichnung und den damit verbundenen "neuen Auftrieb".

Für "Begegnung der Generationen" gab's den Sonderpreis des Bildungshauses Klaus von Flüe, über den die beteiligten Erwachsenen und Schülerinnen des Gymnasiums in Erlenbach jubeln. Die "Anerkennung von außen" findet Tamara Bracharz (11. Klasse) toll. "Spitze, die Rückkopplung", meint Mitstreiterin Zeynep Celnek, "aber die wirkt sich nicht auf unsere Arbeit aus."

Den Sonderpreis der Main-Post erhielt der Schülerladen Würzburg. Ulrich Kraus (Gründungsmitglied und heute Berater) freut sich über die Prämierung des für Schülerverhältnisse äußerst langlebigen "politischen Projekts". Die ironische Seite hat Jana Gawlas im Blick: "Einerseits wird unsere Arbeit anerkannt und selbst die Ministerin gratuliert. Andererseits gibt's in Bayern immer noch keine Vernetzung für Schülervertreter."

"Der Lions-Award verhalf zum Durchatmen", so Wolfgang Klein-Langner (Siebold-Gesellschaft) dankbar für die "Rückenstärkung" bei dem im Rahmen von "Zeichen setzen" entgegengenommenen Preis.

Lions-Award

01.12.2005
Zeichen setzen! "Den Menschen wird geholfen"

Fünfzehn Gruppen, die sich ehrenamtlich engagieren, wurden in diesem Jahr in der Serie "Zeichen setzen" vorgestellt. Drei von ihnen haben jetzt bei einem Festakt in Würzburg Preise erhalten. Zudem wurde erstmals der "Lions-Award" des Lions-Clubs Würzburg vergeben.

Der erste Preis in Höhe von 1500 Euro, bereits zum zweiten Mal gestiftet von der Fürstlich Castell'schen Bank, geht an die "Aktion 1,5 Prozent" und das "Brückenhaus" in Schweinfurt und Niederwerrn. Den ersten Sonderpreis in Höhe von 500 Euro bekamen Schüler und Lehrer des Hermann-Staudinger-Gymnasiums in Erlenbach (Lkr. Miltenberg) für das Projekt "Begegnung der Generationen".

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Der zweite Sonderpreis in gleicher Höhe wurde dem Schülerladen Würzburg verliehen. Ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung übergab der Lions-Club Würzburg erstmals den mit 1500 Euro dotierten "Lions-Award Würzburg _ aktive Bürger" an die Siebold-Gesellschaft. Als prominente Festrednerin war Bayerns Sozialministerin Christa Stewens gekommen.

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Artikel mit Diashow! Zeichen setzen 30.11.2005

Der Förderpreis setze im wahren Sinne des Wortes ein Zeichen: "Für alle Aktiven, weil ihr vorbildliches Wirken verdiente Anerkennung findet, und für alle Mitbürger, weil damit der Einsatz für die Gesellschaft und das Miteinander der Menschen gewürdigt wird." "Wir wollen das Ehrenamt weiter stärken" Bayerns Sozialministerin Christa Stewens Die Ministerin zog "trotz bestehender Tendenzen zur Individualisierung" eine positive Bilanz zum freiwilligen Engagement in Bayern. 37 Prozent aller Bürger über 14 Jahre sind ehrenamtlich engagiert _ 3,8 Millionen Menschen. Stewens kündigte an: "Wir wollen das Ehrenamt weiter stärken und führen daher intensive Gespräche, um den Unfallversicherungsschutz und die Haftpflichtversicherung bei den ehrenamtlich Tätigen zu verbessern." Für die MAIN-POST betonte Anton Sahlender, Stellvertreter des Chefredakteurs, es gebe eine große Zahl von Menschen, die sich in der Region für Andere einsetzen.

70 Gruppen und Einzelpersonen seien in den drei Jahren, die "Zeichen setzen" existiere, vorgestellt worden. "Wir suchen weiter nach Menschen, die sich engagieren", kündigte Sahlender an. "Das freiwillige Engagement erfordert die größte aller möglichen Koalitionen." Ferdinand Graf zu Castell-Castell überreichte den 1. Preis an die "Aktion 1,5 Prozent" aus Schweinfurt. "Wir sind überzeugt, dass Menschen geholfen wird, unabhängig davon, ob sie ihre Not selbst verschuldet haben oder nicht." Das Projekt sei erfreulich, unterstützungswürdig und nachahmenswert. Und es funktioniere ohne Bürokratie. Bei der Überreichung des Lions-Award an die Siebold-Gesellschaft lobte Lions-Vorsitzender Professor Franz-Ludwig Knemeyer den "löwenhaften Kampf für das Siebold-Museum".

Michael Koch, Leiter der Erwachsenenbildung Klaus von Flüe (Münsterschwarzach), bezeichnete das Engagement von Schülern und Lehrern des Hermann-Staudinger-Gymnasiums als hervorstechend. Dass eine Schule den Auftrag, auch soziale Kompetenz zu bilden, so weitgehend umsetze, sei außergewöhnlich. Dr. Peter Motsch, früherer Sozialreferent der Stadt Würzburg, würdigte den Schülerladen: Schule sei auch ein Lebensraum für junge Menschen, daher solle man die Schüler auch in die Gestaltung des Alltags einbeziehen. Ulrich Kraus, Gründungsmitglied des Schülerladens, betonte aber auch, dass es immer noch in vielen Schulen Widerstände gegen diese Arbeit gebe.

27.11.2005
Preisträger unvermindert engagiert

Ende letzten Jahres war die Freude groß bei KIWI. Denn die Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation hatte den mit 1500 Euro dotierten und von der Castell Bank gestifteten Hauptpreis für "Zeichen setzen" gewonnen. Diese auch heuer fortgeführte Aktion der Zeitungsgruppe MAIN-POST und des Erwachsenenbildungshauses Klaus von der Flüe zeichnet besonderes Bürger-engagement aus.

Ausruhen auf den Lorbeeren? Nicht bei KIWI, wo das Engagement für die kleinen Patienten auf der Intensivstation und ihre Eltern - deren ganzes Leben durch das kranke Kind bestimmt wird - jetzt unter neuem Vorstand unvermindert weiter geht. "Bei 'Zeichen setzen' auf Platz eins zu gelangen, das hat uns gut getan. Und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht", sagen Ina Schmolke und Stefan Wolf unisono. Einerseits war es die öffentliche Anerkennung und Würdigung der kontinuierlichen ehrenamtlich geleisteten Arbeit in dem 1990 gegründeten Verein: Für KIWIaner die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Andererseits, davon ist der Vorstand überzeugt, hatte die Auszeichnung, über die ja auch auf Seite eins dieser Zeitung berichtet wurde, eine nicht zu unterschätzende Außenwirkung. "Unser Anliegen, die Eltern und das Personal der Kinderintensivstation in jeder Hinsicht zu unterstützen, wurde vielen Menschen wieder ins Bewusstsein gerufen."

Das Preisgeld selbst wurde zur Deckung laufender Kosten verwendet. Neben einmaligen Ausgaben zur (Mit-)Finanzierung von Investitionen - von Spielsachen über Stillkissen, behindertengerechten Buggys bis zur Anschaffung eines Schlaflabors, eines 20 000 Euro teuren Dialysegeräts, der Reanimationspuppe oder dem neurophysiologischen Messplatz zur Überprüfung von Sinnesfunktionen - trägt KIWI auch die monatlich anfallenden Kosten für die kliniknahen Wohnungen, in denen Eltern kostenlos übernachten und vom Klinikalltag etwas Abstand gewinnen können.

Außerdem finanziert der Verein seit vier Jahren die Stelle von einer Klinikseelsorgerin, weil die Kinderklinik für sie keine Haushaltsmittel zur Verfügung hat. "Nicht Betroffene können nur erahnen, wie wichtig sie für die Eltern schwer kranker Kinder ist", sagt die im Beirat aktive Gaby Krug. Die Seelsorgerin nimmt sich die Zeit für Eltern, die das Klinikpersonal nicht hat, unterstützt die Angehörigen in der aktuellen schwierigen Situation, bietet daneben regelmäßig "Trauertag" und "Frühchenfest" an.

"Mit weinenden Augen", so das Gründungsmitglied weiter, "mussten wir den Vertrag mit der Seelsorgerin um 20 Prozent kürzen". Laut Stefan Wolf eine Maßnahme, die man am liebsten sofort wieder zurücknehmen würde. "Aber nur so können wir sicherstellen, dass die Stelle erhalten bleibt."

Seit Jahren unterstützt die Lebensmittelkette Kupsch, die zur Edeka Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen gehört, KIWI: mit Verkaufsaktionen, Gourmet-Abenden in den Filialen und dem jährlich stattfindenden KIWI-Cup. Weit über 450 000 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen. Wer KIWI ebenfalls unterstützen möchte, kann dies ab 10 Uhr beim heutigen Weihnachts-Bazar im ZOM (Zentrum für Operative Medizin) an der Uniklinik Würzburg, tun, in jeder Kupsch-Filiale oder per Überweisung auf das Spendenkonto 26 245 bei der Sparkasse Mainfranken, BLZ 790 500 00.

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Der Förderpreis
für bürgerschaftliches
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