Gemeinsamer Jahresbericht der Landvolkshochschulen in der Diözese Würzburg


Bildung und Verwurzelung

Die Entwurzelung ist bei weitem die gefährlichste Krankheit der menschlichen Gesellschaft. Wer entwurzelt ist, entwurzelt. Wer verwurzelt ist, entwurzelt nicht. Die Verwurzelung ist vielleicht das wichtigste und meist verkannte Bedürfnis der menschlichen Seele.
Simone Weil

Die beiden Katholischen Landvolkshochschulen „Klaus von Flüe“, Münsterschwarzach, und „Volkersberg“ engagieren sich seit über fünf Jahrzehnten für eine zeitgemäße Bildungsarbeit für die Menschen in Unterfranken. Mit ihrer spezifischen Bildungsarbeit im ländlichen Raum sind sie an ihrem jeweiligen Standort in der Landschaft und Region und auch bei ihren Besucherinnen und Besuchern verwurzelt.

Vor dem Hintergrund christlicher Wertorientierung vermitteln die beiden Einrichtungen eine lebensnahe Bildung und tragen dazu bei, dass Bewohnerinnen und Bewohner ländlicher Gemeinden motiviert und befähigt werden, Verantwortung für ihre Lebensgestaltung sowie für die Entwicklung in der Gesellschaft, in Arbeit und Beruf, in Kultur und Politik zu übernehmen. Sie fördern und bieten mit ihren Angeboten echte Verwurzelung, die weit über das räumliche Verwurzeltsein hinausgeht, indem sie ganzheitlich verstanden wird und dabei Geist, Leib und Seele des Menschen mit einbezieht.

Mit ihrem Engagement in und für die Region haben sich beide Landvolkshochschulen immer wieder bewusst „verwurzelt“ positioniert und so ist es nur konsequent, dies auch im vorliegenden Jahresbericht und mit Blick auf die Zukunft zum Ausdruck zu bringen. Dazu gehören beispielsweise die unterfrankenweite Ehrenamtsaktion „Zeichen setzen“, aber auch das bewährt breite Themen- und Zielgruppenangebot beider Häuser für die Menschen
aus der Region und darüber hinaus. Alle diese Angebote und Aktivitäten geschehen in einem Spannungsfeld zwischen Anforderungen, die aus der gesellschaftlichen Entwicklung resultieren, dem Selbstverständnis und geprägten Profil der Einrichtung sowie den veränderten Erwartungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer - und auch veränderten wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Landvolkshochschulen hoffen, dass es gelingt, in diesem Spannungsfeld den eigenen Wurzeln treu zu bleiben und gleichwohl mit Optimismus in die Zukunft zu blicken.

Über ihr Interesse an unserer Bildungsarbeit bedanken wir uns recht herzlich und wünschen eine anregende Lektüre unseres Jahresberichts 2009.

Martina Reinwald
Leiterin der Landvolkshochschulen Münsterschwarzach und Volkersberg & Teams

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KLVH-Jahresbericht 2009
KLVH-Jahresbericht 2009
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